#PRODUZIEREN

#PRODUZIEREN – Neustrelitz

 

“Was passiert mit unserer Wirtschaft und unseren Sozialsystemen, wenn das Wachstum ausbleibt?” Die Corona-Pandemie hat diese Frage ganz plötzlich ganz akut werden lassen, auf globaler wie lokaler Ebene. Schon vor Corona gehörte sie aber zu den zentralen Fragestellungen der Postwachstums-Forschung und -Bewegung, und macht damit deren Überlegungen und Lösungsansätze nun umso interessanter. Postwachstums-Überlegungen bieten sich nun gerade vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie an, um die Krise als Chance zu nutzen. Wenn hier von „Degrowth“, oder „Postwachstum“ gesprochen wird, ist damit eine ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform gemeint. Das Wohlergehen aller und die Rücksicht auf ökologische Grenzen stehen dabei an oberster Stelle. 

Im 5. und letzten Zukunftstreff der Reihe beschäftigen wir uns mit Fragen dazu, wie man also Postwachstums-Praktiken so weiterentwickeln kann, dass sie sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher positive Wirkung entfalten. Welche Herausforderungen stellen sich in der Umstellung, und bedeutet eine nachhaltige Produktion tatsächlich unbedingt große Einschränkungen und Schwierigkeiten? 

In den vom dokART Team geführten Interviews – unter anderem mit dem Team des Landeszenrums für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (LEEA) und Paul-Vincent Roll von der Initiative "Filmmakers for Future" – blicken wir wieder hinter verschiedenste Kulissen zum Thema.

ONLINE -WORKSHOP

Postwachstum konkret: Herstellen, versorgen und die Frage „Wie wollen wir leben?“

15.12., 17-19 Uhr, online

 

Der Workshop wird über Zoom stattfinden, begrenzt auf maximal 12 Teilnehmer. Die Teilnahme am Worshop ist kostenfrei, jedoch ist eine verbindliche Anmeldung per Email erforderlich.

Anmeldung zur Veranstaltung bitte per Email an: office(at)dokumentart.org

 

Der Workshop:
In dem Online-Workshop „Postwachstum konkret“ setzen wir uns weiter mit dem Konzept des anders Wirtschaftens jenseits des Wachstumsparadigmas auseinander. Wir lernen vielfältige Beispiele solidarischen, ökologischen, demokratischen und regionalen Versorgens kennen. Und wir fragen uns, wie wir unser Leben, Arbeiten und Versorgen eigentlich gestalten wollen - und welche Möglichkeiten wir hierfür in unseren Städten und Gemeinden, in unserem Alltagsleben sehen. Der Workshop richtet sich an Menschen, die Lust haben zu diskutieren, welche Veränderungen für sie vorstellbar, wünschbar und machbar sind, um uns ökologisch eingebettet für das gute Leben für alle zu versorgen.

Workshopleitung:
Jana Gebauer arbeitet als Forscherin, Dozentin und Moderatorin in Berlin. Sie befasst sich mit Konzepten, Akteur*innen und Praktiken für ein ökologisches, demokratisches und solidarisches Wirtschaften jenseits des Wachstums. In ihrer Arbeit verknüpft sie gesellschaftliche Transformationsdebatten auch mit erzählerischen und spekulativ-fiktionalen Formaten und Methoden, um von historischen Umbruchprozessen zu lernen und gemeinsam alternative Zukünfte zu entwerfen.